Der Ort "Ramm", die versunkene Stadt "Ramm"
Daten, Fakten, Rechernen, Mythen und Legenden um eine versunkene Stadt am Ufer der Elbe
Ramm, der heutige Ort:

Lage:

Der Ort liegt in Mecklenburg-Vorpommern in der Nähe von Hagenow. Er liegt in direkter Nachbarschaft (ca. 3 km) zum berühmten Hengst-Gestüt Redefin, wo jedes Jahr im September die Hengst-Schau stattfindet.

Der Ort Ramm ist ein sehr kleiner Ort mit zehn Häusern und ca. 16 Einwohnern. Er liegt mitten im Wald.

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Vorwort:

Liebe Ahnerforscherinnen und Ahnenforscher,
im Rahmen unserer Forschungen stoßen wir immer wieder auf weiße Flecken in der Geschichte, an denen wir mit unserer Forschung nicht mehr weiter vordringen können. Oft hilft in solchen Fällen das Wissen um die alten Geschichten, die Mythen und Legenden, welche zur fraglichen Zeit in der betroffenen Region "geboren" wurden.

Einer dieser "weisse Flecken" in der Ahnenforschung der Familie Ramm stellt ein kleiner Ort namens "Ramm" im südlichen Mecklenburg bzw. die Geschichten um eine versunkene, ehemals sehr bedeutende Stadt "Ramm" in unmittelbarer Nähe des heute noch bestehenden Dorfes dar.

Auf diesen Seiten werden wir versuchen die Geschichten und Sagen welche um diese Stadt gewoben wurden mit Daten und Fakten zu vergleichen, diese in Einklang zu bringen und eventuell tatsächlich die Existenz der sagenumwobenen Stadt "Ramm" nachzuweisen. Dabei verwenden wir alle Materialien, die der Familienverband Ramm bei der Erforschung der einzelnen Linien zu Tage fördert.

Natürlich unterschlagen wir dabei auch nicht die Erzählungen die wir bereits jetzt ohne jeden Zweifel in das Reich der Sagen und Legenden, der Mythen und Märchen einordnen!


Dieter Ramm

Eine Zusammenfassung der Recherchen des Herrn Jürgen Ramm aus Bad Harzburg betreffs der Stadt Ramm:
Im südlichen Mecklenburg, früher noch zum Sachsenland gehörend, liegt das Amt Neuhaus. Hier befand sich in grauer Vorzeit das reiche Dorf Ramm. ram, tu dem Ramme 1363, Ramme 1571.
Seit dem 13.Jahrhundert wurde es als Stammgut der Familie von Pentz nachgewiesen. Es war eines der wertvollsten Dörfer, hatte schweren Lehmboden und war damals mit 18 Hufen ( 1 Hufe = 30 Morgen) bonitiert.
Der fürstliche Rentmeister Andreas Hundt berichtete um 1620, daß die Bauern in Ramm die reichsten der Gegend gewesen seinen. Ein Seitenarm der Elbe soll das Gebiet im Nordosten umschlossen haben. Zwischen den beiden Elbarmen gab es einen Hafen und Kanäle, so daß das Dorf Ramm, oder wie es in manchen Chroniken heißt, die Stadt Ramm mit der Welt verbunden war.

Doch dies kann besagter Herr Rentmeister Hundt nur vom Hörensagen gewußt haben. Denn zu seiner Zeit, nämlich 1620, gab es das reiche Dorf nicht mehr. Die Übersandung der eins reichen Elbmarsch hat viel früher eingesetzt.

Schon um 1300 wurde von großen Abholzungen und Wanderung der Dünen berichtet. So steht in der Chronik des Klosters von Eldena: Wie beim benachbarten Quast sollten sich auch für Ramm die Holzdiebstähle der Bauern verhängnisvoll auswirken. Einsetzende und nicht mehr einbzudämmenden Flugsandverwehungen verringerten nicht nur ständig die Fläche des Nutzlandes, sondern minderten auch den Ertrag der Felder, so daß die in Not geratenen Bewohner nach und nach das dem Untergang verfallene Dorf verließen.

Vieleicht liegt die Versandung des Gebietes aber noch weiter zurück und war ein Grund der Völkerwanderung, die die Sachsen 531 in das Harzgebiet und in das nördliche Thüringen auswandernließ.

Die Legende des Ritters Ramm, Sachse wie sein Kaiser, der 968 unter Kaiser Otto 1. die Silberader im Rammelsberg entdeckt haben soll, deutet darauf hin. Auch die Städte Neuhaus und das Dorf Niendorf an der Elbe deuten auf Neugründungen hin. Die Vorfahren unseres Zweiges wanderten etwa 30 km weiter an die Elbe nach Wendischthun bei Bleckede, wo sie fruchtbaren Ackerboden dies- und jenseits der Elbe fanden.

Die Hauptfläche des Betriebes lag aber im Osten, so daß Urgroßvater Jürgen Ramm seinen Betriebssitz nach Neu Wendischthun verlegte. Er war ein umsichtiger Mann und baute seinen Hof auf eine Warft, wobei im die Neu Wendischthuner Bauern, wenn auch unter Muren, halfen. Aus dieser Zeit stammt der abschätzige Spruch eines Bauern: "Jürgen Ramm, hett 'er Vagel!" Aber als dann das Elbhochwasser kam, waren die Bauern froh, daß sie ihr Hab und Gut und Vieh bei Jürgen Ramm in Sicherheit bringen konnten.

Er heiratete, nachdem er seinen Hof gebaut hatte, 45jährig 1857 Christina Dorothea geb. Ahlers, 20 Jahre jünger als er. Beide hatten fünf Söhne und eine Tochter. Lange währte das Glück nicht. 1877 ereilte Ihn der Tod mitten in der Ernte, gerade 65 Jahre alt. Da war die jüngste, die kleine Marie, gerade fünf Jahre alt.

Als der Älteste, (Heinrich Ramm, gerade 25jährig) heiratete, war kein "Platz" mehr für Urgroßmutter mit den vier jüngsten. Alle zogen zusammen mit Tante Mary (Schwester von Jürgen) nach Hamburg.

Carl, 1862 geboren, begann eine Lehre als Großkaufmann. Emil. Jahrgang 1867, mein Großvater, ging auf Tante Marys Rat ins hotelfach. Er sollte Hotelier werden, um später von der Verwandschaft ein Hotel zu erben. Aber das war nicht so recht seine Sache, und als Gleichaltrige "Beerjack" (Bierjacke) hinter ihm herriefen, hat er den Dienst quittiert und sich auf eigene Faust im Molkereifach ausbilden lassen.

Zusammengefasst und geschrieben von Herrn Jürgen Ramm aus Bad Harzburg.


Das Dorf RAMM im Bilde!

Herr Otto Ramm nahm diese Bilder während einer "Forschungsreise" in die Mecklenburger Wildnis auf.