Die Sage vom Riesen Ramm
 

1.Geschichte

Im Walde von Marnitz hauste ein Riese.
Der wollte eines Tages die umliegenden Dörfer mit großen Steinen entzweien.
Die Einwohner, sie flehten Ihn an, das doch nicht zu tun, sie versprachen, das Sie Ihm jedes Jahr etwas schenken würden.
Die Ziegendorfer wollten Ihm eine Ziege geben, die Wulfsahler einen Wolf, die Drehfahler drei Fohlen, die Drenkower einen Eimer Kirschen, die Jarchower einen Sack Korn und die Griebower einen Korb mit Pilzen.

Die Marnitzer jedoch sollten Ihm eine Jungfrau geben, aber sie fanden keine. Dann aber redeten sie auf ein Mädchen in Herzfeld ein und lieferten es Ihm aus.
Ramm wollte ihr nun seine Kraft beweisen und ehe sie sich versah, warf er diesen großen Stein steil in die Luft.
Da aber geschah es, das der große Stein zurück auf die Erde fiel und den Riesen und das Mädchen unter sich begrub.
Die Tränen des Mädchens kommen auch heute noch unter dem großen Stein hervor und rinnen in einem Bach nach Polnitz.

 

 

 

2.Geschichte

Es gab mal Riesen im Harz. Einer von diesen Riesen ging in der Gegend von Goslar ein weinig spazieren.
Während seines ganges, da spürte er etwas in seinem Schuh, es drückte, das störte Ihn beim Gehen. Er setzte sich dann auf den Petersberg, um zu schauen was mit seinem Schuh los ist.
Er fand einen kleinen Kieselstein, er nahm ihn heraus und warf ihn weg. Dieser kleine Kieselstein liegt noch heute dort.
Ein Mönch haute in diesen Stein eine kleine "Klause", um darin leben zu können und zu beten. Dieser kleine Kieselstein, er war für uns natürlich ein riesen Felsen, und er wird die "Klus" genannt.
Da der Riese so schwer war, hatte er beim sitzen auf dem Petersberg eine Kuhle hinterlassen und mit seiner Säbelspitze noch den Klusteich entstehen lassen.
Zuletzt schnitt er mit seinem Säbel beim Aufstehen auch noch eine Kerbe zum Bollrich auf, die seitdem das Wasser der Lilienquelle fliessen lässt.